Morehead/Beaufort

Wir genießen sechs Tage St.Augustine gemeinsam mit der Murada, die wir nicht ganz zufällig hier wieder getroffen haben. Endlich endlich kann man wieder einkaufen, was das Herz begehrt. Ich schleppe Tonnen an Obst und Gemüse an Bord, es gibt köstliche Melonen, Ananas, Mangos, frische Erdbeeren, Heidelbeeren ect. Dann tut sich ein Wetterfenster nach Charleston auf. Charleston soll eine schöne Stadt sein. Viele alte Häuser und genau wie in St.Augustine viel Live-Musik. Am Donnerstag soll Abfahrt sein. 

Am Donnerstagmorgen gucke ich mir das Wetter an und sehe, dass wir eigentlich perfekt bis nach Beaufort, 200 sm weiter nördlich durchsegeln könnten. Ich äußere leise meine Erkenntnis und treffe auf Erleichterung. Reiner hat es auch schon gesehen und hat sich nur nicht getraut es laut zu sagen. Elvira und ich wollten so gerne nach Charleston…..Aber soll man das Wetter verstreichen lassen? Nachher hängen wir in Charleston und müssen lange warten? 🤔 Ein kurzer Funkruf zur Murada. Auch Alfons ist von der Idee angetan, gleich durchzusegeln. Also auf geht’s. 

Ich konzentriere mich wieder darauf, endlich meinen Thunfisch zu fangen. Ein schnuckeliger neuer Köder hängt draußen. Auf der Verpackung stand ganz groß „Thuna“. 

Es dauert nicht lange, da rauscht die Angelschnur aus. Es ist groß und macht Theater. Mein Thunfisch? Mühselig kurbele ich ihn ran. Es ist ein großer Mahi-Mahi. 🙄 Nun sind die ja auch lecker, aber ich will Thunfisch. Hilft nichts, er hängt dran. Ich bekomme ihn bis zur Badeplattform, dann ruckt er einmal rechts-links….und ist ab. Macht nichts, war eh der falsche. 

Beim zweiten Versuch hängt der Köder nicht so weit draußen, es ist viel Algenkram im Wasser und ich muss dauernd meinen Haken frei machen. So kann ich ihn besser sehen. Was ich sehe ist, dass Mahi-Mahi Nr. 2 auf den Köder losgeht. Das gibt’s doch nicht! Da stand Thuna dran! Ich nehme ihm schnell seine vermeintliche Beute weg und er zieht von dannen. 

Versuch Nummer 3. Übliches Spiel, die Angel rauscht aus, ich sehe in der Ferne etwas zappeln. Und ich könnte schwören es ist silbergrau. Yes, endlich 😊. Ich kurbele ihn ran. Es ist ein Mahi-Mahi. 😖 Er hängt fest, wir ziehen ihn an Bord. 

Einen Versuch starte ich noch. Dann gibt es eben viel Fisch in den nächsten Tagen. Angel raus, es rattert, Fisch dran. Mahi-Mahi. Ich fasse es nicht. Gott sei Dank reißt auch dieser sich los. Ich habe die Faxen dicke. Nach Fisch Nummer 2 habe ich den Köder gewechselt. Aber es ist egal, was ich raushänge, es kommen immer Mahi-Mahis. 

Überflüssig zu sagen, dass die Murada unterwegs einen Thunfisch gefangen hat. 

Mit einer Durchschnitssgeschwindigkeit von 6,7 kn erreichen wir nach 2,5 Tagen Beaufort. 

Hier ist das Fischparadies schlechthin. Die Outer Banks liegen vor der Tür, hier schwimmt alles. 

Mein nächster Weg führt in den Angelbedarf oder zu den Fischern. Fehlersuche……..

PS: Ich weiß, Jammern auf hohem Niveau……

1 Kommentar

  1. Charleston ist tatsächlich sehr schön, noch besser hat uns aber Savannah gefallen. Sofern ihr nochmal in die Richtung kommt.
    Liebe Grüße
    Axel

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