Thanksgiving

Es schüttet. Happy Thanksgiving.

Seit zwei Tagen nimmt der Wind zu. Wir schieben unsere Motorprobefahrt vor uns her. Sollte der Motor wieder überhitzen, bzw. ausfallen, wird man schnell abgetrieben im Wind und uns mit dem Dinghi vom Nachbarn wieder einzufangen ist bei mehr Wind auch nicht einfach. Also machen wir Testläufe mit höher Drehzahl im Leerlauf an der sicheren Boje hängend. Bis jetzt passiert nichts.

Leider sollen wir evtl. morgen vertrieben werden von unserem Platz. Passenden Wind zum weitersegeln gibt es nicht. Die maximale Liegezeit an der Boje beträgt 1 Woche. Die ist jetzt rum. Wir bitten und betteln gestern beim Hafenmeister, der zeigt sich gnadenlos. Nein, er sei über Thanksgiving ausgebucht mit Warteliste. Wir müssten auf der anderen Seite ankern. Nun spricht da ja prinzipiell nichts dagegen. Aber um an Land zu kommen, müssen wir nach wie vor an den Dinghisteg in der Marina. Und das kostet fast das gleiche, wie die Mooring, bei der der Dinghisteg inclusive ist.

Außerdem schüttet es inzwischen wie aus Eimern. Ich mutmaße, dass doch wohl niemand bei dem Wetter freiwillig hierher segeln wird. Selbst hier im Flußbereich steht inzwischen eine Welle. Da kommt der erlösende Anruf. Wir dürfen noch einen Tag bleiben und morgen wieder nachfragen.

Im Moment reißen sich hier die .Dinghis los und wandern durchs Bojenfeld. Unseres hängt an einem Fall gesichert an der Bordwand. Heute gegen Abend soll noch eine Front mit richtig viel Wind und evtl. Gewitter durchziehen. Schwein gehabt.

So widme ich mich in aller Ruhe dem Truthahn. Jawoll, alle essen heute so ein Vieh. Seit Tagen geht es nur noch überall um Thanksgiving, welches sich hier schwer mit Weihnachten vermischt. Mit dem klassischen Stuffing und gebackenem Kürbis soll unser Vogel nachher auf den Tisch. Bei dem Sauwetter hab ich ja den ganzen Tag Zeit ihn stündlich zu bepinseln….

Der Vogel wird lecker und draußen pfeift und schauert es weiter. Also alles im Lot. 

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