Carriacou Festival Tag 1

Gestern gegen Mittag treffen wir erneut in der Tyrrel Bay ein. Pünktlich genug, um den Beginn der Festivitäten am Abend nicht zu verpassen.

Wir verabreden uns mit den ” Lili’s” und den “Morada’s” am zentralen Busplatz in Hillsborough, um von da aus einen Bus nach Bel Air, wo der Festplatz ist, zu nehmen. Wie immer müssen wir nach Festmachen des Dingis keine Minute auf unseren Bus warten. Ich bespreche noch kurz mit dem Fahrer seinen Fahrstil, da er uns fragt, ob wir soft, fast oder crazy fahren wollen. Mit dem Hinweis auf 4 vorhandene Kinder entscheide ich mich für soft. Während unserer Plauderei erzählen wir, dass wir nach Bel Air zum Festival wollen und nur noch unsere Freunde am Busplatz treffen wollen. Da entscheidet er spontan mal eben seinen Fahrplan zu ändern und uns alle nach Bel Air zu bringen. Am Ende bezahlen wir für 6 Leute 7€. Wo bitte auf der Welt gibt’s denn sowas?

Wir landen auf einem Festplatz, der etwas Ähnlichkeit mit deutschen Schützenplätzen hat. Hier allerdings ohne dröhnenden Lärm irgendwelcher Autoscooter und mit viel Beleuchtung. Es gibt eine lange Theke mit kostenlosem Essen – jeder soviel,er mag – und eine große Bühne. Mit gebührender Verspätung beginnt der Festakt mit einem Fackelzug, der von einer Sängerin mit monotonem Loblied auf Carriacou begleitet wird. Anschließend spricht der Moderator die Begrüßungsworte und heißt dabei auch jede anwesende Gastnation willkommen.

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Er redet und redet……dann stehen alle auf und es wird gebetet. Er redet weiter. Dann stehen alle auf und singen mit Vorsänger die Nationalhymne. Er redet weiter. Dann redet der Primeminister ( oder sein Vertreter ?), dann redet die Kulturministerin (oder ihre Vertreterin?), dann redet die Direktorin der Schule ( selbst), dann redet der Moderator. Nachdem stundenlang allen Menschen und dem lieben Gott gedankt worden ist, geht es los.

Den Eröffnungssong singt eine jämmerliche Gestalt, die Bob Marley nachzuahmen versucht. Alle klatschten brav. Anschließend folgen unzählige Auftritte von Kindern unterschiedlichster Alterklassen in Form von Gedichten, Theaterstückchen und Tänzen. Langsam wird es anstrengend, unsere Blicke fallen immer wieder hoffnungsvoll auf das im hinteren Bereich aufgebaute Musikerequipment.

Lange Rede, kurzer Sinn, bis auf eine wirklich gute Trommlertruppe war da nichts, was uns vom Hocker gerissen hätte. Das Umfeld zu beobachten war das Spannendste an der Angelegenheit.

Heute folgt Tag 2. Wir verlegen uns nach nebenan zum Paradiesbeach, denn da findet morgen der angebliche künstlerisch wertvolle Teil statt. Schaun wir mal…????

2 Kommentare

  1. Moin, habe ich den Bericht über die Schlachtung verpasst, oder haben Beate und Britta verschlafen?
    6 Uhr is ja man auch bannich früh…
    Liebe Grüße aus Schapen

    • Waren erst gegen Mittag wieder da. Da waren die Tiere schon tot….vielleicht war’s besser

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