Bequia- Insel der Wolken

Das Leben geht weiter. Nachdem wir der Chartergesellschaft einen Brief geschrieben haben und den Crash mit der Fahrerflucht geschildert haben, bekommen wir tatsächlich am folgenden Tag gleich morgens eine Antwort. Sie kümmern sich und versuchen sofort den Skipper zu erreichen. Kurz danach kommt die Erfolgsmeldung: Sie haben ihn erreicht und er hat den Vorfall genauso geschildert wie wir. Na immerhin. Auf die Frage, warum er denn abgehauen sei, habe er geantwortet, er habe ja nur kurz Zeit für seinen Urlaub und wollte noch in die Tobago Keys. Auf dem Rückweg wolle er dann mit uns sprechen. Aha. Der Mann hat offensichtlich hellseherische Fähigkeiten oder woher weiß er wo wir uns befinden oder wie unsere Pläne sind. Jedenfalls klingt aus der Korrespondenz der Charterfirma ebenfalls Unverständnis und Kopfschütteln durch und sie bitten uns um ein Foto des Schadens. Wie schön, dass sich die Charterfirma in Martinique befindet. Dort werden wir dann weitersehen, denn wir wollen dort sowieso noch mal halbwegs erschwinglich einkaufen.

An den folgenden Tagen beschäftigen wir uns noch ein wenig mit Bequia. An den ewig pfeifenden Wind in der Bucht haben wir uns gewöhnt, unser Anker bewegt sich nicht von der Stelle. Und so trauen wir uns auch hier, eine Inselrundfahrt zu machen. Diesmal mit Steve McQueen. Im Gegensatz zu Elvis Presley ist Steve allerdings nicht so gesprächig und fährt uns eigentlich nur rum. Auch ok, die Insel scheint auch nicht allzu viel in der Hinterhand zu haben. Einen Stopp legen wir an der Schildkrötenaufzuchtfarm ein. Zur Zeit ist nicht viel zu tun, die Schlüpfzeit beginnt erst im Mai. Einige verletzte und eine zu fette und auf Diät gesetzte Schildkröte schwimmen in den Becken und kommen neugierig an den Rand gepaddelt. Die Kleineren werden nach 16 Monaten wieder in die Freiheit entlassen.

Am besten gefällt uns tatsächlich der Ort, der sich um die Bucht schmiegt. Er ist genau so, wie man sich die Karibik vorstellt. Bunt, lebhaft, verspielt. Die Imbissbuden in der zweiten Reihe zaubern leckere karibische Snacks, wer möchte bekommt auch eine frische Trinknuss. Die oft gefürchteten Boatboys sind hier alle nett. Wenn man ihr Angebot mit einem freundlichen “Nein” ablehnt, sind sie auch schon wieder weg. Keiner ist nervig, alle hilfsbereit. Nur als der Kreuzfahrer vor der Bucht ankert, werden die Einheimischen etwas anstrengend. Verstehen kann man das, denn da fließt ordentlich Geld in die Kassen.

Gestern Abend haben wir dann noch einen wunderbaren Grillabend mit der dänischen “Sif”, die wir schon seit Madeira kennen und der “Kali Mera” aus Österreich an einem der Strände in der Admirality Bucht. Ein herrliches Fleckchen Erde.

2 Kommentare

  1. Schapen, 10 Grad und Nieselregen!
    Alles grau in grau…
    Da tut es doch gut , wenn ihr solche bunten Bilder schickt.
    Ganz ehrlich, das Ganze sieht ziemlich unwirklich aus…
    Ich werde mich persönlich vergewissern müssen!!!

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