Die Sache mit dem Gas

Bei uns wird gerne und regelmäßig gekocht, eigentlich fast täglich. Für mich ist das keine Pflicht, sondern fast schon Hobby. Ich liebe es, über Märkte zu schlendern und Dinge zu finden, die man zu Hause nicht bekommt, oder im Zweifel nicht bezahlen möchte. Siehe Ibericoschwein….Das hat allerdings zur Folge, dass unser Gasverbrauch relativ hoch ist.

Da wir mit lediglich zwei deutschen 5 l Gasflaschen losgefahren sind, die sich aufgrund anderer Füllsysteme in anderen Ländern nicht so ganz einfach ersetzen oder eben befühlen lassen, war uns von Anfang an klar, dass wir eine Zwischenlösung bis zu den Kanaren bzw. Karibik brauchen. Dann wird umgestellt auf das amerikanische System, womit man es deutlich leichter hat.

Nach gut 6 Wochen ist dann auch die erste Flasche leer. Während ich im Internet gucke, wer denn an anderen Seglern so um uns rum ist, lese ich, dass die Marlin mit den Wnuks um die Ecke von uns liegt und auf der Suche nach Gas ist. Ich schreibe kurz eine Mail, um zu fragen, ob die Suche erfolgreich war und bekomme kurz darauf die Antwort:” Jawoll, habe einen Adapter für die Flaschen, könnt ihr haben und an der Tanke befüllen lassen.”

Wir fahren am nächsten Morgen in die Bucht, in der die Marlin liegt und kurz darauf kommt Michael mit dem Beiboot angefahren, gibt uns den Adapter und eine Visitenkarte von Erich. Erich ist nun wieder ein deutscher Segler, der in Spanien in Caraminal lebt und gerne anderen Seglern weiterhilft. Wir sollen Erich anrufen, der kommt dann mit dem Auto und fährt uns zur Tanke. ???? Donnerwetter.

Und tatsächlich funktioniert es genau so. Erich fährt Reiner zur Tankstelle, die, wie sich herausstellt, ziemlich weit weg ist. Ruckzuck ist die Flasche voll und nun wird mit Autogas weitergekocht. Bestand bis zu den Kanaren gesichert. Erich ist ein richtig netter Kerl und kann viel interessante Dinge erzählen. Auch er war mehrere Jahre mit seinem Schiff unterwegs.

Irgendwie möchte man da mehr Zeit haben, um sich mit solch netten Menschen zu unterhalten. So freut sich Erich erstmal über eine gute Flasche Wein. (Die für Michael fahren wir noch spazieren) Man trifft sich ja bekanntlich zweimal im Leben.

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