Nervenkrieg Liegeplatz

Bis St. Augustine ist noch alles einfach. Dann wird es schwierig, ein einziges Wechselbad und hin und her. 

Am Wochenende suchen wir alle Boatyards, die für uns in Frage kommen raus. Von der „Mora“ und der „Kyla“ bekommen wir Tipps und Unterstützung, auch in der Langfahrtsegelgruppe bei Facebook kommt ein Vorschlag. Wir schreiben alles und jeden an. Bis Montagmittag hoffen wir noch und sind zuversichtlich, dann kommen die Absagen. Einige melden sich gar nicht, sagen aber auch ab, nachdem wir dort telefonisch jemanden erreichen. Ich habe stehe kurz vor der Nervenkrise. Ich will schnell nach Hause, Reiner im Stich lassen will ich aber auch nicht. 

Eine einzige Werft will das noch mit dem Manager besprechen. Beten. 

Es ist der St. Marys Boatyard. Hmm….Es handelt sich nur um einen Stellplatz an Land, Stege gibt es nicht, um das Boot vorzubereiten. Ankommen, raus. Die Werft liegt etwas abseits von St. Marys, bis in den Ort sind es ca. 2 km. Es gibt keine Waschmaschine und nur eine Dusche, die auch nicht so toll sein soll. Sonst nichts. 

Aber wir hören auch, dass die Betreiber sehr nett und hilfsbereit sein sollen und über alles verfügen, was ein Bootsbesitzer so zum Frickeln braucht, einschließlich einer Werkstatt. „Do it yourself“ ist willkommen. Das hilft. Wir wollen dort ja auch nicht monatelang wohnen, sondern nur das Schiff sicher abstellen. Und das scheint möglich.

Am Nachmittag kommt die erlösende Nachricht: Sie nehmen uns. 

Die Irmas vom letzten Jahr haben keinerlei Schäden hinterlassen, der Boatyard liegt versteckt in einem Flussarm. Für die Versicherung liegen wir ebenfalls gerade eben so im abgesicherten Bereich. (Statistisch gesehen werden dort in diesem Jahr ja sowieso keine Hurricans drüber gehen.😉) Nur eine Klimaanlage werden wir noch brauchen, damit uns nicht die Einrichtung weggammelt. 

Zunächst müssen wir aber noch eine spezielle Bestätigung unserer Versicherung vorlegen und der Werftchef muss noch die passenden Cradles (Stützen) für uns besorgen. Die Bestätigung ist möglich, aber nicht heute. Heute ist in Deutschland Feiertag, alles kreist um den Maibaum. 

Neuer und aktueller Plan vom Dienstag: Wir gehen zunächst für zwei Wochen nach 

Brunswick in die Marina ( die leider keinen Platz für den Sommer für uns hat) und im Anschluss bringt Reiner das Schiff um die Ecke in die Werft. 

Mein Flug ist für Samstag gebucht, heute Abend machen wir uns auf den Weg für die letzten 80 sm. Morgen Mittag sollten wir am Steg liegen. 

Ach so, die wirklich gute Nachricht lautet: Unser Segel ist über das Wochenende für 130$ geflickt worden. Am Montagfrüh war es fertig und wir mussten es noch nicht mal abholen. 

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