Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung

Wir verbringen eine ruhige Nacht am idyllischen Ankerplatz (abgekupfert von der Kyla, die dort eine Woche vorher gelegen hat 😜). Vor uns Mangroven mit weißem Strand, um uns herum hunderte von Delphinen. Fast wie Urlaub. Es schnauft und prustet die ganze Nacht um das Schiff.

Punkt 7.00 Uhr bei Sonnenaufgang holen wir das Eisen aus dem Sand und zockeln los. Das Wasser ist platt, Wind soll aber demnĂ€chst aus Nord kommen. Er tut es. Spannend wird, wie lange. Irgendwann wird er drehen. Über Ost nach SĂŒd. Über den Zeitpunkt sind sich die Wettergurus alles andere als einig. Wir nehmen es, wie es kommt. Wenn wir nicht mehr weiterkommen, fahren wir „rechts ran“.

TatsĂ€chlich beginnt er erst in der Nacht zu drehen und blĂ€st krĂ€ftiger, als angesagt. Ab Mitternacht segeln wir bei 5 Bft, in Böen auch mal drĂŒber, hoch am Wind nach SĂŒden. Die Welle wĂ€chst, es wird nass auf dem Schiff. Aber es funktioniert. Es fliegt uns auch nur ein einziges Mal eine Schublade aus den Angeln und sorgt fĂŒr Begeisterung.😡(Nein, nicht die mit den Messern, sondern die mit dem sonstigen KĂŒchenwerkzeug.) FĂŒr monatelanges Stilliegen in der Marina ist der Einstieg sagen wir mal suboptimal. Das Schiff kĂ€mpft sich bei 50 Grad am Wind vorwĂ€rts, ich kĂ€mpfe bei dem Gedanken an Essen…..

Drei Stunden vor Palm Beach hat Balou endgĂŒltig die Schnauze voll und macht eine Vollbremsung. Wind genau von vorne, Schluss mit der Segelei. FĂŒr den Rest der Strecke lĂ€uft der Motor. Der Spaßfaktor ist eingeschrĂ€nkt, der Segler weiß von ich spreche.

Wir verbuchen es unter „Getriebeeinarbeitung“. Aber: 150 sm im Sack. Jetzt noch ein klitzekleines StĂŒckchen weiter nach SĂŒden und dann zack rĂŒber. Das wird ja wohl zu schaffen sein….

1 Kommentar

  1. Hallo Beate,
    was fĂŒr eine aufregende Zeit…. Aber EntschĂ€digung scheint ja in Sicht?!
    Ich wĂŒnsche es jedenfalls!!!
    LG Anke

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