Französische Wertarbeit

….oder „Spaß“ mit Watt & Sea.

Um 6.15 Uhr holen wir nach Plan mit dem ersten Licht den Anker auf. Es ist reichlich kalt und sehr feucht, die Scheiben sind so beschlagen, dass nichts zu sehen ist. Es hilft aber nichts, wir müssen die 50 sm im Hellen schaffen, das nächste Inlet bei Daytona ist wieder mit reichlich Tonnen und Untiefen bestückt.

Just als wir in den Kanal nach draußen einbiegen wollen, zieht eine dicke Nebelwand auf. Nun sehen wir gar nichts mehr. Das einzige, was wir noch sehen, ist unser Track von der Ankunft, auf dem wir nun genau wieder zurückfahren. Wo es reingeht, geht’s auch wieder raus. Im Hinterkopf habe ich unseren Motor. Der darf jetzt nicht ausfallen. Zumal auch noch eine ekelige kurze Hackwelle durch Wind gegen Strom vorliegt. Also alles, was man nicht will.

Der Motor läuft ohne zu zicken. Kein Kühlwasser tritt aus 😅 und Tonnen fahren wir auch nicht um.

Zur Stromerzeugung während wir segeln, hängt unser Watt & Sea Wassergenerator am Heck im Wasser. Es sei denn, wir fahren unter Motor, dann zieht Reiner ihn hoch.Dies ist auch heute der Fall. Der Wind ist sehr schwach und da wir wie gesagt nicht im
Dunkeln ankommen wollen, lassen wir den Motor mitlaufen.

Reiner klettert auf die Badeplattform, zieht an der Leine……und flucht. Sehr laut. Die Halterung am Generator an der er am Schiff hängt, ist gebrochen. 😳 Gott sei Dank haben wir das Mistding mit Leinen gesichert. Anderenfalls hätten wir ihn jetzt versenkt.

Nochmal zur Erklärung: Das Gerät ist 2,5 Jahre alt und hat 3500€ gekostet. Ganze Regatten fahren mit hohen Geschwindigkeiten damit um die Welt. Das darf doch nicht wahr sein, oder?
Nun sind wir mal gespannt, was die Vertretung in Deutschland dazu sagt. Ob sie sich wohl auf die gerade abgelaufene Garantie berufen wird?

Ärger hatten wir eigentlich bisher genug mit dem Generator. ( Siehe ausführlichen Bericht im Technikteil auf unserer Homepage) So wie es aussieht, bleiben wir dabei. Hände weg vom Watt & Sea.

Die kleine Marina erreichen wir dennoch ohne Zwischenfälle. Das Fahrwasser ist eng, aber gut betonnt und die Klappbrücke, durch die wir müssen, wird extra für uns geöffnet. 

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