Beschwerden…….

…..von allen Seiten. Die Morgenlektüre fehlt, die Schwiegermutti weiß nicht, was das Kind so treibt. Fragen, ob alles in Ordnung ist, treffen ein. Es ist alles in Ordnung. Ziemlich. Fast.

Reiner nimmt das Schiff auseinander und findet pausenlos Dinge, die erneuert werden müssen. Ausgeschlagene Lager und Hülsen, überdehnte Seile und löcherige Fugen, durch die das Wasser von oben ins Boot läuft. Selbst unsere Sprayhood meint plötzlich, sich von ihren Fenstern trennen zu müssen. Holz muss lackiert werden. Klingt irgendwie nach einer längeren Aktion.

Ein Gutes hat die Großbaustelle allerdings. Endlich haben wir nach über einem Jahr die Ursache für ein Knacken im Mast/Baumbereich gefunden.

Seit wir in der Karibik segeln, knackt es beim Segeln am Mast. Und zwar bei Halb- bis Raumwindkursen. Der Verdacht fällt schnell auf den Niederholer, der verhindern soll, dass der Baum steigt. Bei Am-Windkursen ist Ruhe, da ist kein Zug auf dem Niederholer. Auch wenn gerefft wird, ist Ruhe im Karton. Wir suchen seit Monaten nach der Ursache, zumal das Knacken lauter wird. Es ist ein ekelhaftes metallisches Knacken, welches mir unterwegs zuletzt Schlaf und Nerven geraubt hat. Immer mit leiser Erwartung des großen finalen Knalls.

Viele Ratschläge haben erhalten, alles ausprobiert und kontrolliert. Bisher ohne Erfolg. Wir haben sogar den Niederholer abgebaut und eine Ersatzleinenverbindung geschaffen. Nichts, es knackte weiter. Stund um Stund sind wir mit „Ohrauflegen“ gesegelt, um die Stelle zu lokalisieren. Ohne nenneswertes Ergebnis, nur den Bereich konnten wir eingrenzen..

Nun demontiert Reiner den Beschlag vom Niederholer vom Mast, auch hier muss ein neuer Bolzen eingepasst werden. (Da der Beschlag genietet ist, konnte er bisher nicht so einfach demontiert werden). Und da kommt das Problem zu Tage.

Auf einer Seite sind sämtliche Nieten gebrochen. Das ganze Teil hat sich bei kleinstem bißchen Druck verkantet und bereits begonnen, sich in den Mast zu arbeiten. Das passt genau zu dem Knackgeräusch, das uns seit Monaten verfolgt. Kleine Ursache, große Wirkung. Neue Nieten sind kein Problem.

In der letzten Saison sind wir viele Seemeilen gesegelt. Von Trinidad über den Antillenbogen nach Mexiko und Belize, von dort aus nach New York. Wir hatten häufig viel Wind und Welle. Eine große Belastung für das Material. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Bei uns gibt es zur Zeit viele Späne, die beseitigt werden müssen. Vom Geld, das dabei vom Konto beseitigt wird, wollen wir mal nicht erst reden.

Und die nächste Geschichte handelt vom Blitzeinschlag und unserem nicht erhältlichen Antfouling. 🙄

 

2 Kommentare

  1. Liebe Beate, lieber Reiner

    wir, Conny und Klaus von der C’est la vie vom Steg 5 in Heiligenhafen neben Euch, lesen gerne Euren Blog und begleiten Euch so auf Eurer Reise. Z.Zt. denken wir intensiv an Euch und hoffen, dass Ihr bei diesen katastrophalen Wetterbedingen einen sicheren Unterschlupf gefunden habt.
    Liebe Grüße aus dem herbstliche, im Moment sehr nassen Malente
    Conny und Klaus

    • Hallöle,
      Ach das schöne Heiligenhafen…..aber die super Segelsaison war das wohl nicht dieses Jahr, oder?
      Wir liegen sicher und gut versteckt in Deltaville weit weg vom Spuk. Und da werden wir noch etwas bleiben, wir befürchten, dass das noch nicht alles war.
      Lg auch an die anderen Nachbarn

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