Nach Deltaville Tag 1

Pünktlich morgens um 9.30 Uhr gehen wir durch die Brücke. Auf in die Flaute. Draußen hängt die Luft bleischwer über dem Wasser, es bewegt sich fast nichts. Der Himmel sit leicht bedeckt und passend zur Luft hat auch das Wasser eine irgendwie bleierne Farbe. Die ersten 60 sm ziehen sich hin. Da wir mit längerer Motorzeit rechnen, läuft der Motor nur mit niedriger Drehzahl, gerade so, dass wir auf 5 Knoten Geschwindigkeit kommen.

Am späten Abend wendet sich das Blatt. Wir haben den Golfstrom erreicht und nehmen plötzlich Fahrt auf. 6,7,8,9 Knoten. Immer wieder ein Riesenspaß, man merkt die Geschwindigkeit nicht, aber der Dampfer rast. Die Nacht ist ruhig, bis auf ein Zusammentreffen mit einem USO. ( unbekanntes Schiffsobjekt…). Meine Wache natürlich, Reiner schläft tief und fest. Es kommt auf uns zu, hat aber kein AIS Signal. Unser Begleitschiff Worlddancer und ich gucken uns das eine Weile an und versuchen dann zu funken. Erst Heike, dann ich mit Positionsangabe. Keiner meldet sich. Frechheit. Ich ändere den Kurs um satte 20 Grad und er fährt trotzdem noch dicht an uns vorbei. Was es war, weiß ich bis heute nicht. Keine Fischerbeleuchtung, aber zum Segler passte es auch nicht. Vorne und Mitte Grün, was ist das? Irgendwas motorisiertes, was aber auf keinen Fall mit uns sprechen wollte. Der Rest der Nacht ist ereignislos.

Heute hänge ich die Angel raus, mir ist nach Thunfischtartare. Keine 5 Minuten später rauscht die Schnur aus. Mahi Mahi. Na gut, geht auch. Dann eben morgen Thunfisch…..

Inzwischen ist der Motor aus, wir haben ein bisschen Wind von hinten und fahren mit ausgebaumter Genua und Groß Schmetterling. Immerhin so zwischen 6-7 Knoten Geschwindigkeit. Der Golfstrom machts möglich.

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