Hòla, Schluss mit Englisch

Wir haben das Land gewechselt und sind in Puerto Rico.

Heute früh um 7.00 Uhr machen wir die Leine los und segeln weiter nach Westen. Wie vorhergesagt weht der Wind aus Ost, ist anfänglich noch mäßig mit 12-15 Knoten, nimmt aber hinter St. Thomas schön zu. Seit langer Zeit baumen wir mal wieder das Vorsegel aus, ein ungeliebtes Manöver. Aber es hilft nichts, der Wind kommt ziemlich platt von hinten, Schmetterlingssegeln ist angesagt. Genua nach rechts, Großsegel nach links, das Schiff läuft und wir liegen faul rum.

Um Punkt 13.30 Uhr fällt der Anker auf Culebra in der Insenada Honda, der tiefen Bucht in der Mitte der Insel. Hier müssen wir zum ersten Mal für den USA einklarieren. So ganz habe ich das bis heute nicht verstanden. Puerto Rico ist ein eigenständiges Land, gehört aber trotzdem irgendwie zu den USA. (Egal, werde morgen mal Mr. Google befragen.) Wir machen uns, halbwegs ordentlich gekleidet, auf den Weg zum Flughafen, dort befinden sich Customs und Immigration, auch hier gibt es wieder Geschichten von kompliziertem Procedere und hohen Gebühren.

Wir werden sehr freundlich empfangen und nachdem wir unser Visum vorlegen, bekommen wir gleich ein Cruisingpermit für sämtliche den USA zugehörigen Gewässern für ein Jahr. Kostenpunkt: 19 US$. Das war’s.

Die Menschen scheinen hier wieder fröhlicher zu sein. Eine Flughafenangestellte singt lauthals in der Abflughalle. Wir werden freundlich auf der Straße mit Buenos Tardes gegrüßt und die Seglerkneipe „Dinghidock Restaurant“ mit Kaffeeselfservice für 1$ macht einen sympathischen Eindruck.

Schaun wir mal, was die nächsten Tage so bringen.

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