Dinghicover Teil 2+3

Ich sitze von morgens bis abends unten in der Bude, nähe und schwitze.

Nachdem unser Dinghi wieder repariert ist und nun ein großes Pflaster vorne auf dem Bug hat, gibt es keine Ausrede mehr. Tag 2 vergeht mit dem Zuschneiden der Folien für das Schnittmuster und dem ersten Zuschneiden des Stoffes. Dabei klackern bei mir im Geiste die Dollars, die ich in den Sand setze, wenn der Schnitt nicht sitzt.

Tag 3, heute wird es zum ersten Mal ernst. Ich nähe die ersten zwei Teile zusammen und halte sie an. Oh Wunder, es sieht gut aus. Alle Kanten werden nun gesäumt und die nächsten Teile zusammen gesetzt. Bis jetzt passt es. Von meiner Profinachbarin habe ich die Anordnung bekommen, zuletzt das kleine Teil vorne am Bug einzusetzen. Gesagt, getan. Jetzt siehts nicht mehr gut aus. 😨

Das Chaos nimmt seinen Lauf. Nicht passende Nähte, Falten, die vorher nicht da waren, hier zu kurz, da zu lang. Ich sehe, wie mir die Zeit wegläuft. Dazu kommt, dass wir plötzlich tagsüber richtig Wind haben und somit nur unter schwierigen Bedingungen anpassen können. Das halbfertige Teil fliegt uns um die Ohren.

Die Einschnitte für Ruder, Griffe und Sitzbank stabilisieren die Angelegenheit etwas, gute Arbeitsbedingungen sehen allerdings anders aus.

Am Freitagabend bin ich kochgar und habe eine ungefähre Vorstellung davon, warum die Dinger so teuer sind. Zwischendurch fliegen noch die Fetzen, weil mir der Skipper mit technischen Zeichnungen helfen möchte, die ich aber a) nicht verstehe und b) für überflüssig halte, er soll mir zeigen, was er meint, ich hab’s ja schließlich vor Augen und in der Hand.

Am Ende des Tages ist der Bezug halbwegs brauchbar, aber noch weit vom Endzustand entfernt. Blöd, dass ich jetzt nicht weitermachen kann. Aber vielleicht ist die Pause auch nicht verkehrt. Zumindest knallt die Sonne in den nächsten 3 Wochen jetzt nicht aufs Dinghi.

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