Clarkes Court Bay

Der Urlaub ist zu Ende, der Sohn wieder zu Hause.

Die Zeit rast, die letzten beiden Wochen sind nur so vorbeigeflogen. Wir haben ein letztes Mal unsere Lieblingsorte hier im Süden angefahren und inzwischen bekannte Gesichter wiedergetroffen. Leider war das Wetter ziemlich durchwachsen, aber das gehört nun mal dazu.

Vor drei Tagen dreht sich unser Bug ein letztes Mal Richtung Grenada, Richtung Flughafen. Dieses Mal wollen wir in der Clarkes Court Bay ankern, in der wir noch einige andere Segler treffen wollen. Nach endlos erschienenen acht Stunden mit Motoruntermalung, die Vorhersage hat mal wieder komplett versagt, kommen wir am späten Nachmittag in der Bucht an. Der erste Eindruck ist mäßig. Es ist zwar unglaublich viel Platz hier, aber irgendwie nicht sehr heimelig und karibisch. Das Wasser hat eher eine grün-braune Färbung. Da die Luft steht, verweigere ich das Kochen. Wenn wir jetzt noch zusätzlich die Bude mit dem Herd aufheizen, kann mit Sicherheit niemand da unten schlafen.

Nach kurzem Suchen finden wir auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht die Whisper Cove Marina mit einem kleinen, sehr netten Restaurant. Nachdem das kühle und frisch gezapfte Bier unsere Lebensgeister wieder geweckt hat, müssen wir allerdings feststellen, dass es an diesem Tag hier nichts zum Essen gibt. 😩 Auch die weitere Suche bleibt erfolglos. Hier ist nichts.

Etwas frustriert treten wir den Rückweg zum Schiff an, um auf dem Wasser festzustellen, dass es stinkt wie die Sünde. Ein ekelhaft fauliger, leicht angegorener Gestank macht sich breit. Endgültig genervt, gibt es den Rest Brot und den Beschluss, hier morgen nicht bleiben zu können. Wir haben die Möglichkeit uns für die Nacht zwischen erstinken oder ersticken zu entscheiden und wählen, zumindest bis es regnet, den möglichen Tod durch Erstinken. Irgendwie geht die Nacht vorbei. Am nächsten Morgen erfahren wir, dass zeitweilig Reste aus der naheliegenden Rumdestillerie ins Wasser geleitet werden.

Nach längerer Diskussion entscheiden wir uns auf die andere Seite der Bucht zu verlegen vor das Riff, das eine schicke kleine Privatinsel vom Festland trennt. Hier zieht die Luft durch, das Wasser kommt frisch von draußen und es stinkt nicht. Nachdem wir dann auch noch Freunde von der ME, der Via Amara und der Atanga treffen, ist die Welt wieder in Ordnung. Es gibt schönere Plätze, aber so kann man wenigstens schwimmen, atmen und die Abende gemeinsam verbringen. Und als kleines Bonbon stellen wir fest, dass es in der Whisper Cove Marina morgens echtes frisches Baguette und leckere Croissants gibt. Das entschädigt für Vieles.

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Gestern dann kommt der Abschied von Thilo. Es war eine wunderbare Zeit und es fällt mir dementsprechend schwer, ihn ziehen zu lassen.

Unsere Pläne ändern sich gerade mal wieder geringfügig aus unterschiedlichen Gründen. Fest steht jedoch, dass dieser Teil der Karibik für uns abgeschlossen ist. Wir werden sehen…….

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