Treffer-Versenkt

Also, eins steht fest: Trinidad wird nicht unser billigster Aufenthaltsort.

Wir liegen derzeit noch am Steg in unserer Werft “ Peake“. Immer noch eine gute Entscheidung. Inzwischen haben wir die Nachbarwerften abspaziert, zumal da auch einige Ausrüster und Supermärkte zu finden sind und sind zu dem Schluss gekommen, dass es uns bei Peake am besten gefällt. Inhaltlich nehmen die sich hier alle nicht viel, aber unsere Anlage ist die Netteste und bis auf die teure Crews Inn Marina/Werft wohl auch die Aufgeräumteste. Hier liegt nichts rum und die Wege haben einen Kiesbelag, der wenig staubt im Gegensatz zum Nachbarn“Powerboat“.

Außerdem wird nebenan viel lackiert ( in toller Qualität !), leider jedoch direkt am Stellplatz und somit dicht neben den Nachbarn, die nicht abgedeckt sind. Ich würde toben, wenn ich den Sprühstaub auf unserem Rumpf finden würde…..

Also, alles richtig gemacht. Leider sind die wenigen Liegeplätze ziemlich bumpy, wie der Engländer sagen würde, es wellt und schwellt den ganzen Tag. Nachts ist es relativ ruhig. Das wiederum hat zur Folge, dass man einen relativ großen Abstand zum Steg haben muss, um nicht mit dem Anker im Schwung auf eben diesen zu donnern. Der eine oder andere hat sich schon Bugleiter oder Ankerhalterung verbogen. An dieser Stelle wird es sportlich. Der Schritt oder Sprung auf den Steg ist groß und weit. Ich ziehe das Schiff erstmal an der Leine ordentlich dicht zum Steg und springe im passenden Moment, wenn der Abstand kurz und die Wellenhöhe machbar ist.

Der unerschrockene Reiner ist da mutiger und runzelt schon mal die Stirn über soviel Gemache, um aufs Schiff zu kommen. Gestern Abend sind wir zum Abendessen auf unserem Bänkchen verabredet, packen unser Geschirr und unseren Anteil fürs Menue ein und machen uns auf zum Sprung. Reiner trägt die Tasche über der Schulter, springt und es platscht. Er saust mit Sack und Pack 1,5 Meter tief ins Wasser. Nein, er hat sich nicht weh getan.

Als erstes gucke ich, ob er wieder auftaucht, als zweites gucke ich, ob seine Brille noch da ist. ( Nicht auszudenken, es wäre schon die Zweite….) Unsere Teller sehe ich einem UFO gleich im Wasser in Richtung Venezuela wabern, das frische Brot nehmen die Fische.
Ich klappe die Badeleiter runter, damit der Mann wieder bequem einsteigen kann, da zieht er sein Handy und sein Portemonai aus der Hosentasche.???? Das Handy dreht völlig durch, es klingelt, vibriert und leuchtet aus allen Ecken. Ich versuche noch vergeblich, es auszuschalten und merke wie es heiß wird. Endstation Spülbecken.

Von nun an wird Regel Nr. 1 strikt eingehalten: Steige nie, niemals mit dem Handy in der Hosentasche vom Schiff.
Und morgen fahren wir dann mal nach Port of Spain, da soll es Handyläden geben……

3 Kommentare

  1. Ach,das war ja herrlich!
    Ohne Rippenprellung hätte ich sehr laut gelacht????
    Ich freue mich auf euch…

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