Port of Spain

Das neue Handy ist an Bord, alles fast wieder beim alten. Nur Ersatz für die flüchtigen Teller fehlt noch.

Diese Dinge wollten eigentlich in Port of Spain, der Hauptstadt von Trinidad kaufen, aber so ganz einfach ist Port of Spain nicht. Viele Geschichten kursieren über die hohe Kriminalitätsrate in Trinidad, viele Gebiete auch in Port of Spain soll man meiden. Hier in Chaguaramas, wo die Werften nebeneinander liegen, gilt das Gebiet als sicher. Wie in einer Enklave leben wir hier etwas im Abseits, in eingezäunten Arealen und mit reichlich Security. Wir können uns ohne Probleme auch mit Portemonai ( falls man es nicht versenkt hat????) frei und normal bewegen.

So dachten wir auch über die als sicher geltenden Gebiete von Port of Spain. Morgens steigen wir noch ganz normal in das mittlerweile schon bekannte Maxitaxi und fahren bis zum Busbahnhof. Schon an der Stadtgrenze der 37 000 Einwohnerstadt sieht es nicht mehr ganz so lieblich aus. Viele Häuser haben vergitterte Fenster, Müll ist allgegenwärtig. Der Stadtkern von Port of Spain stammt vom Reißbrett und ist in Quadraten angelegt. Hier dürfen wir uns aufhalten, da wo die Straßen einen anderen Verlauf nehmen, ist für uns Schluss. Da wird es gefährlich. Unser verbliebenes Handy bleibt unsichtbar in der Tasche, der Fotoapparat ist sowieso zu Hause.

Einen netten Eindruck macht die Stadt tatsächlich nicht. Es wirkt etwas chaotisch und schmuddelig, auf dem Bürgersteig liegt auch schon mal der Eine oder Andere und schläft. In Höhe der nicht besonders einladenden Supermärkte ist dann endgültig alles vergittert. Fenster, Türen, Hauseingänge. Die kleineren Läden haben nur eine kleine Verkaufsluke offen. Das sieht nicht nach Spaß aus.

Britta und Jens werden von der Polizei herangewinkt und darauf aufmerksam gemacht, dass sie umdrehen müssen, Britta soll außerdem ihre Armbanduhr abnehmen.
Unser Handy bekommen wir dann trotzdem noch in einer der kleinen Einkaufsmalls, dann treten wir den Rückzug an. Das brauchen wir hier nicht.

Auf dem Rückweg finden wir dann doch noch eine gute Einkaufsmöglichkeit. Eine funkelnagelneue moderne Mall außerhalb der Stadt, die Westmall, mit guten Geschäften und einem sauberen hervorragenden Supermarkt, der dicht an unsere früheren Lebensmittelparadiese bei Carrefour herankommt. ( @Atanga: mit Wurst und Käse aller Art!) Uns reicht der Ausflug bis dahin, zumal der Bus direkt vor der Tür hält. Mehr muss nicht sein. Und für ein paar lumpige Teller wird mir auch noch was einfallen…..

4 Kommentare

  1. Liebe Beate,
    du Dreckschippe… ???? schön Bilder von Ham und Fleischwurst posten… unglaublich!
    Shopping Mall, Wurst, Käse… wer braucht das schon, nur Konsum-Opfer.

    lg
    aus dem kargen Carriacou

    P.S. bleibt heil da, in P.o.S.

  2. Wenn ich das so lese wie Ihr auf convenience-Wurst-Artikel abfahrt – muss ich ja tief grinsen.

    Heidi ereifert sich geradezu in letzter Zeit jede Menge Hausmacher-Wurstspeziliäten zu produzieren – Sie hat schon ein richtiges Sortiment.

    Und zusätzlich gibt es die jetzt neuerdings auch in Dosen, ganze Gerichte auch nach Volkmaroder Rezeptur. Hochzeitsuppen, Erben – Linsen bringen mich weiter zum Grinsen.

    Gulasch, Cornedbeef und ….. — ok, ok ich hör jetzt auf 🙂

    VG

    Marc

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