Buchtenhopping

Wir haben es geschafft Charlotteville zu verlassen. Die nächsten Buchten rufen und wir wollen noch was sehen.

Leider wird uns von der wohl schönsten Bucht, der Englishmanbay, sowohl vom Customer, als auch von mehreren Locals abgeraten. Es hat hier einen Überfall gegeben, die Bucht ist nicht bewohnt, niemand hört einen. Schade, sie sieht traumhaft aus beim Vorbeifahren, aber Sicherheit geht vor. Mit mehreren Schiffen wäre das sicherlich was anderes, aber wir wollen da nicht alleine liegen.

Als nächstes laufen wir Castara an. Schon bei der Ansteuerung ein wunderhübscher Ort, der sich malerisch in das hügelige Grün kuschelt. Leider ist der Ankerplatz alles andere als schön. Wir können den Anker zwar auf 12 m fallen lassen, dann fällt der Grund aber sofort auf 20 m Tiefe ab. Das macht das Einfahren schwierig. Irgendwie haben wir dann aber einigermaßen Halt, der Ankeralarm läuft. Der Ort ist wirklich nett. Etwas touristisch, aber alles im Rahmen. Der Strand ist auch ok, am Rand der Bucht ein Riff zum Schnorcheln. Wir freuen uns schon auf den nächsten Tag, hier kann man es aushalten. Dann kommt die Nacht.

Mit Einbruch der Dunkelheit treffen plötzlich jede Menge fliegender Ameisen ein, die ihre Begleitung in Form von Mücken gleich dabei haben. Es ist ziemlich heiß, kein Lüftchen geht. On Top entsteht ein riesiger Schwell, der dafür sorgt, dass man sich im Schiff festhalten muss. Alles rutscht und Erinnerungen an den Atlantik treten auf, alles klappert und knarrt und im Bett kann man auch nicht liegen. Auf den Punkt gebracht schlafen wir in der Nacht schlecht bis gar nicht. Am Morgen geht dann der Ankeralarm los. Wir haben uns eine halbe Seemeile vom ursprünglichen Platz entfernt. Abflug.

Nächster Ort: Great Courland Bay bei Plymouth. Der Ort soll einer der größten Strände für die großen Lederschildkröten zur Eiablage sein. Beim Ankommen sind wir etwas ernüchtert. Sowohl Bucht als auch Ort sind eher trist und bieten irgendwie so gar nichts. Allerdings liegen wir ruhig auf 4 m Wassertiefe. Wenigstens ist der Schlaf gesichert. Am Abend kommt Lilly um die Ecke, wir packen das Picknick ein und fahren in der Dunkelheit zum Strand.
Fortsetzung morgen.

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