Hundeleben

Beinahe wären wir auf den Hund gekommen.

Heute früh beschließen wir zu Fuß nach Hillsborough zu gehen, um mal wieder ins Internet zu gucken und das eine oder andere einzukaufen. Als wir mit dem Dingi zum Strand kommen, sitzt ein mittelgroßer, kurzhaariger und ziemlich bunter Hund im Sand und guckt uns erwartungsvoll an. Schon auf den ersten Blick sehen wir, dass der arme Kerl, der sich dann als Mädchen entpuppt reichlich rote trockene Stelle auf der Haut hat. An einem Hinterbein so sehr, dass er humpelt. Der Arme…..Britta und ich haben schon mal Mitleid.

Wir gehen los, immer am Wasser entlang. Der Hund folgt uns. Irgendwann teilt sich unsere 6-köpfige Truppe, die einen waten weiter am Strand entlang, die anderen nehmen den Trampelpfad durchs Gebüsch. Der Hund behält wachsam alle im Auge und folgt uns. Zwischendurch ist er richtig fröhlich. Buddelt im Krabbenloch, springt ins Wasser und flitzt humpelnd zwischen seiner Menschenherde hin und her. Immer darauf bedacht, dass der Letzte nicht verloren geht. Britta und ich schmelzen.

Kurz vor Hillsborough beschließe ich schon nach einem Tierarzt zu gucken, damit seine Haut behandelt werden kann, da stehen wir plötzlich vor der örtlichen Tierklinik. Der Hund macht brav „Sitz“ neben uns. Wir erhalten die Auskunft, dass die Hündin! bekannt ist und einen Besitzer hat, es sei ein sehr liebes, sympathisches Tier. Aha, und warum tut der Besitzer dann nichts?

Wir gehen unverrichteter Dinge weiter die Einkaufsstraße entlang und verschwinden in dem einen oder anderen Laden, der Hund wartet vor der Tür. Irgendwann kehren wir in die Internetkneipe ein, der Hund legt sich neben unseren Tisch und wir werden gefragt, ob der Hund zu uns gehört. 6-stimmiges „ja“.

Inzwischen machen wir uns schon Gedanken darüber, wie er wohl wieder zurück kommt, denn wir wollen mit den Einkäufen den Bus nehmen. 6 Menschen beschließen, dass der Hund mit im Bus fährt, wenn er denn zu diesem Zeitpunkt noch da ist. Er ist natürlich. Nach Bezahlen der Rechnung steht er artig auf und folgt uns zum Bus. (Keiner weiß, ob hier Hunde mit im Bus fahren dürfen und schon gar nicht mit Hautausschlag..) Er (sie) darf. Wir kaufen ihm/ihr eine Busfahrkarte und er/sie sitzt artig neben mir.

Wir erreichen wieder unseren Strand mit dem Dingi und fragen nochmal bei Colleen, der Barbesitzerin nach, wem der Hund gehört. Sie weiß es nicht. Irgendwann ist er mal von seinem Besitzer mit hergenommen worden und dabei blieb es. Also doch heimatlos. Colleen wird mal recherchieren, wir sollen nachher nochmal nachfragen. Ich bin im Zweifel, ob da was Verwertbares rauskommen wird. Als wir ins Dingi steigen, legt sie ( die Hündin) sich in den Sand und guckt uns hinterher. Schluck. So wird man adoptiert glaube ich.

Und dass wir auf dem Weg in die Stadt ein spannendes Wrack mit Innenpool und bunten Fischen gefunden haben, geht schon fast dabei unter.

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.