Grenada, die 1.

Nach einer Woche Carriacou haben wir uns gestern mal vorübergehend von der Lili verabschiedet und sind nach Grenada gesegelt. Wir wollen mal kurz unsere Freunde Mone und Torsten einsammeln.

Die Tour ist vollkommen unspektakulär bis auf den Biss an meiner Angel. Das inzwischen bekannte Knattern der Rolle ist zu hören, ich begebe mich zum Dienst und nachdem ich die Leine stoppe, sehen wir was zappeln mit großer Flosse. Gespannt hole ich die Leine ein, der Fisch macht sich wieder los – um einen Moment später erneut zu beißen. Besonders intelligent scheint er nicht zu sein….. Ich kurble weiter, er macht sich los. Inzwischen ist der Köder schon kurz vorm Boot. Ich kann ihn sehen und den Fisch ebenfalls, der dem Köder dicht auf den Fersen ist. Ca. 1 Meter lang, einheitlich dunkelgrau, längliche Form, flach auslaufender Kopf, Rückenflosse. Jetzt kurbele ich etwas schneller, damit er auf gar keinen Fall anbeißt. Es ist ein Hai. ????

Ganze lächerliche 4 Stunden brauchen wir bis St. George und weil’s so gut läuft, beschließen wir, gleich noch unten um die Ecke zu fahren bis zur Marina Phare Blue. Da wir uns für die Leeseite von Grenada entschieden haben, müssen wir die letzten Seemeilen genau gegen Wind, Welle und Strom fahren. Das zieht sich dann auch, gut, dass nur 15 Knoten Wind sind, bei mehr hätten wir keine Chance gehabt.

Unser kräftiger Motor kämpft sich da durch und wir landen in der kleinen Marina, die an ein Resort angeschlossen ist. Offensichtlich hat hier schon die Nachsaison angefangen. Die Bürgersteige sind hochgeklappt, man sieht keine Menschenseele, es liegen ca. 10 Schiffe im Hafen, davon 8 unbewohnt. Im Restaurant sind 2 Tische besetzt.
Auch gut, wir wollen ja keinen Urlaub machen, sondern aufräumen und sauber machen. Nach den vielen Wochen am Anker tut so ein Wasserschlauch und ein Staubsauger, der länger als 2 Minuten ( der Amperezähler ist immer wachsam!!!) laufen darf, dem Schiff mal ganz gut. Wir wollen ja nicht, dass der Besuch gleich wieder die Flucht ergreift.

Mit der Putzaktion läufts dann auch ganz gut, es steckt unglaublich viel Salz und Staub in den Ecken. Und nach der Säuberungsaktion finden wir, dass unser Schiff eigentlich noch ganz gut aussieht. Nicht so prickelnd ist die Waschsituation hier. Es gibt es eine Wäscherei in der Anlage, in der man die Wäsche abgeben kann. Selber waschen geht nicht. Leider muss man den Service dann auch teuer bezahlen. Ein paar lumpige Handtücher und Geschirrtücher, die etwas mehr Hitze benötigen kosten uns 35 E$, ca. 11€. Na danke, die T-Shirts wasche ich dann mit der Hand…..????

Ach so. Es gibt hier Mücken! Und das nicht zu knapp. Sogar Reiner (!) ist zerstochen und zum ersten Mal seit ewiger Zeit benutzen wir Mückennetze, Mückenspray und meinen elektrischen Mückentotschläger. Wer braucht eigentlich diese Mistviecher???

 

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