Schönes Regenland

Wo Sonne ist, ist auch Schatten. Oder Regen.
Dominica hat das Zeug auf Rang 1 der schönsten Insel zu gelangen. Einziges Manko: Es regnet häufig und wenn, dann viel. So viel, dass das Karibikfeeling darunter leidet. Durch die ständigen Regengüsse, die zwischendurch auch mit ordentlichen Windböen daher kommen, ist das Wasser zwar immer noch türkis, aber trübe. Wir ankern auf 7 Metern Wassertiefe und können den Boden nicht sehen. Schade….????

Die Kehrseite der Medaillle lautet: Es ist grün hier. Unglaublich grün sogar. Eigentlich können wir uns kaum satt sehen.

Unsere ersten 3 Tage verbringen wir vor der Hauptstadt Roseau, von der andere vor uns gar nicht begeistert waren. Wir alle -BALOU, Flying Fish, Sif und Schironne – empfinden Roseau als eine der schönsten und sympathischsten Orte, die wir bisher gesehen haben. Roseau hat sich seinen ganz eigenen Charakter erhalten. Es ist authentisch geblieben, obwohl auch hier vereinzelt Kreuzfahrtschiffe für ein paar Stunden anlegen. Es ist einfach, bunt, sauber und die Menschen sind ausnahmslos nett, offen und freundlich. Wir erleben den ersten größeren Markt seit langer Zeit mit einheimischen Produkten. Wir hätten diese Stimmung noch tagelang genießen können.Wenn es doch bloß nicht noch so viel zu sehen gäbe….

Unser erster Ausflug führt dann in den Regenwald und zu Wasserfällen, die wir uns zum Teil schwer erkämpfen müssen. Da Wasserfälle die Angewohnheit haben, von oben nach unten zu fallen, müssen wir erstmal hoch. Hoch auf glitschigen Pfaden, über Stock und Stein und eben mitten durch den Regenwald, der uns immer wieder fasziniert mit seiner grünen Üppigkeit. (Dieses Mal wären wir mit unseren Bergsteigerflipflops gescheitert, alle haben feste Schuhe an.)Tarzan hat seine Lianen reichlich verteilt, die Baumriesen verbinden sich mit Farnen. Baumwurzeln schlängeln sich wie Aliens über den Boden. Dominica ist sich dieser schützenswerten Natur bewusst und richtet Reservate ein, für die ein kleines Eintrittsgeld verlangt wird. Dafür wird der Regenwald gepflegt.

Inzwischen liegen wir im Norden der Insel in der Prinz Rupert Bay. Hier fließt der Indian River ins Meer, der seine Berühmtheit ebenfalls durch den „Fluch der Karibik“ erlangt hat und auf dem eine Flussfahrt in den Regenwald ein „MUST DO“ ist. Leider regnet es immer wieder zwischendurch, so dass für richtig schöne Fotos das Licht etwas fehlt. Aber wieder sind wir teilweise andächtig und staunen, was Natur so kann.

Ein Wort noch zu den Boatboys. Diese sind hier organisiert über eine Vereinigung mit dem Namen „PAYS“. Sie sind ausnahmslos sympathisch und hilfsbereit. Hier werden Dienstleistungen angeboten, bei einem Nein, heißt es „kein Problem“ und schon sind sie wieder weg. Beim Vorbeifahren wird fröhlich gewinkt.

Alles in allem einfach nur schön.

 

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