Flucht

Wir sind geflüchtet.

Am Donnerstag spitzt sich die Lage weiter zu im Ankerfeld vor Le Marin. Zur Umzingelung durch die Katamarane gesellt sich ein „normales“ französisches Segelschiff, dass im Ansatz einen guten Platz auswählt, dann aber seine Kette als Haufen fallen lässt und wartet wo der Kahn hintreibt.

Man darf jetzt raten in welche Richtung……..selbst Reiner (!) wird unruhig. Das Schiff bleibt 5 Meter vor uns stehen. Eingefahren wird der Anker natürlich nicht, das Manöver wird als erfolgreich beendet erklärt. Immerhin hat der Franzose den Anstand mit seinem Dingi zu uns zu kommen, um uns zu erklären, das passe schon, er glaube, dass der Anker hält. Und verschwindet in den Ort.

Uns reicht es. Mit reichlich Fendern auf der Seite – denn es ist so eng, dass man kaum den eigenen Anker hochholen kann – flüchten wir aus dem Chaos. Es sind bis zu 30 Knoten Wind angesagt, da wollen wir Sicherheitsabstand. Wir fahren um die Ecke nach St. Anne, wo wir vor einer Woche nachts geankert haben, da wir von anderen gehört haben, dass dort noch reichlich Platz ist. ( Nebenbei bemerkt, ist das schon lustig. Noch vor einem Jahr wären wir bei den Windstärken ganz schnell in die Marina geflüchtet, im Glauben, dass man bei 30 Knoten Wind ganz sicher nicht mehr ankert! ????)

Und es ist Platz. Wir liegen jetzt vor einem Strand, die nächsten Nachbarn sind mindestens 50-100 Meter entfernt, der Anker hat sich samt Bügel tief eingegraben und wir können ruhig schlafen. Was für eine gute Entscheidung. Der kleine Ort entpuppt sich bei Tageslicht als ausgesprochen sympathisch und alle sind entspannt. Selbst Einkaufsmöglichkeiten und gutes Internet sind vorhanden. Also alles, was der Segler braucht.????

Und on Top ist das Wasser auch noch klar, so dass der Wassermacher laufen kann und somit die Dusche gesichert ist. Am Montag soll der Wind wieder auf Normal zurückgehen, solange werden wir hier abwarten. Es gibt schlimmere Orte.

In diesem Sinne: Frohe Ostern

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.