Tag 4 und 5

Nachdem ich gestern eine Schreibpause brauchte, gibt es dann heute auch mal wieder was zu erzählen.
Nachdem ich vorgestern Abend meinen Bericht abgesendet habe und wir uns auf die Nacht vorbereiten, nimmt der Wind zu. Eigentlich super, es besteht nur das Problem, dass wir eigentlich zu viel Segel draußen haben. Zumindest für die Nacht. Tagsüber, wenn wir beide wach sind kann man durchaus auch mal sportlich segeln, nachts mit über 8 Knoten und 2 ausgebaumten Passatsegeln, das muss nicht sein. Wir beschließen einfach die Genua, die an der Rollanlage hängt wegzurollen, das Passatsegel kann draußen bleiben. Falsch gedacht. Leider müssen wir feststellen, dass sich die Genua nicht wegrollen lässt, da sie vom Fall des fliegend gefahrenen Passatsegels blockiert wird. Ok, dann muss eben das Passatsegel runter. Leichter gesagt, als getan, es stehen über 20 Knoten Wind von hinten im Segel, das zieht Mann nicht einfach so aufs Deck. In den Wind fahren fällt aus, zwei Bäume sind draußen, einer rechts und einer links. Nach einigem Hin und Her, beschließen wir das Großsegel ganz rauszuholen und vor das Passatsegel zu ziehen, damit dieses in die Windabdeckung kommt und einfällt. Klappt super, bis in einer Böe das fast auf dem Deck liegende Segel elegant ins Wasser fliegt. Komplett. Mein erster Reflex: Motor aus (den lassen wir bei komplizierteren Manövern immer mitlaufen).Das Segel in der Schraube wäre der Supergau.
Na ja, lange Rede kurzer Sinn, nachdem wir es irgendwie schaffen Fahrt aus dem Schiff zu holen – jetzt kann die Genua auf der Rollanlage ja wieder eingerollt werden – kann Reiner das Segel komplett und unbeschadet aus dem Wasser ziehen.
Was haben wir gelernt? Fliegendes Passatsegel ist blöd, beim nächsten Mal wird es in die zweite Nut vom Vorstag eingefädelt, kann dann mit der Genua an einem Fall hochgezogen werden und damit problemlos beide gemeinsam weggerollt werden.
Gestern tagsüber haben wir den ganzen Tag wunderbares Segeln mit leichtem Halbwind und wenig Welle.
Ein kurzes Telefonat mit Meno Schrader von Wetterwelt ( der Kachelmann für Segler) bestätigt uns, dass wir entspannt unseren Kurs weiterfahren können, das Tief wird uns nicht berühren. Es wird sich ab Donnerstag auflösen. Jetzt läuft der Motor, fast kein Wind…..
Ach ja, und ich habe einen Fisch gefangen, den ich nicht kenne, essen oder nicht essen? Häßlich ist er. Mal sehen, ob einer ne Idee hat….

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