Wo Licht ist, ist auch Schatten

Mein derzeitiger Schatten heißt Kakerlake.

Wir wussten, dass es irgendwann, spätestens ab den Kanaren ein Thema werden wird. Wie halte ich das Schiff kakerlakenfrei? Die ersten Fallen im Supermarkt konnte ich schon in Spanien entdecken, von diesem Zeitpunkt an, waren meine Blicke insbesondere gegen Abend auf den Stegen geschärft. Da es dort aber doch ziemlich kalt war, hielt sich die Besorgnis in Grenzen.

In Portugal wurde das erste Exemplar von Britta von der Lili entdeckt, auch hier wurde  ich noch nicht panisch, es war nur eine einzige kleine Schwarze. In Porto und Lissabon war gar nichts.

Bereits beim ersten Gang zur Dusche hier in Porto Santo wendet sich das Blatt. In der Ecke sitzt ein Musterexemplar. Groß, braun, schnell. Gegen Abend auf der Kaimauer huscht es, am Morgen findet man einzelne zertretene Kakerlaken auf der Kaimauer. Nun sind die Alarmlampen aber an. Beim Einkaufen finde ich die Bestätigung für meine Befürchtungen. Es gibt überall Kakerlakenfallen und Gift zu kaufen. Ich schlage zu, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Wahrscheinlich wird mindestens das Sprühgift meine Lebenszeit verkürzen, aber wenn ich in der Panikattacke einen Herzstillstand bekomme, weil mir im Dunkeln auf dem Schiff so ein Vieh über die Füße läuft, kommt das Gleiche dabei raus.

Vorsorge ist zur Zeit die Devise. Schuhe bleiben von nun an vor dem Schiff stehen und dürfen erst gereinigt vor der Abreise wieder an Bord. Verpackungen aus dem Supermarkt ( Ablageplatz für Eier ) bleiben auch draußen. Ich bin wachsam.

Eine Sache beunruhigt mich aber noch zusätzlich. Warum verkaufen die denn auch noch überall Rattengift?

4 Kommentare

  1. Wo eine Kakerlake ist, ist der Rest der Gang auch nicht weit. Hab mir auf Bali auch eingeredet, ich hätte nur eine im Bad. .. weit gefehlt. 🙁 brrr

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