Lissabon, die 2.

Und schon wieder ist eine Woche rum. Eine Woche, in der wir unser Sightseeingprogramm in kleinen Schritten fortgesetzt haben.

Über ganz Lissabon zu berichten, würde hier den Rahmen sprengen, wir haben ja auch noch lange nicht alles gesehen…. Insgesamt ist Lissabon ganz sicher eine Reise wert. Es ist eine lebendige Großstadt, die durch ihre vielen sehr unterschiedlichen Stadviertel für jeden Anlass und jede Stimmung die passende Ecke hat. Wir nutzen das modernere Shoppingviertel um nach weltlichen Dingen wie Nespressokapselnachschub und anderen Dingen, die der Mensch nun mal benötigt zu forschen. Wir schlendern aber auch durch die kleinen, engen Gassen der Altstadt und betrachten wieder und wieder die kunstvoll gekachelten Häuserfassaden.

Angestiftet durch Heike von der Flying Fish bekommen wir auch die Gelegenheit uns den waschechten portugiesischen Fado anzuhören. Ich gebe zu, dass wir uns wahrscheinlich alleine nicht aufgerafft hätten, meine Skepsis in Bezug auf Fado hätte uns da ausgebremst. Ich hatte eher die Vorstellung von etwas theatralischem Gejammer, welches mit großer Ehrfurcht und Begleitung von Tränen seitens dem älteren Teil der Bevölkerung begleitet wird. Und wieder einmal kommt alles anders.

Wir ergattern eine Tischreservierung in einer kleinen Kneipe, die in Köln als Eckkneipe durchgehen würde. Die Wände sind zugepflastert mit Fotos, an der Decke hängen dicht gedrängt Fußballschals aus aller Welt. Kaum sind wir im Lokal, nimmt der patriarchische Chef das Zepter in die Hand, verweist die Gäste auf die Stühle und gibt Anweisung, wo die Tasche abzustellen ist. Bevor der musikalische Teil beginnt ist noch die Gelegenheit, kleine Tapas zu essen und den Wein zu bestellen, der sich als wirklich gut trinkbar erweist. Gegen 21.00 Uhr geht das Licht aus und zwei Musiker mit Gitarre fangen an zu spielen. Hoppala, die haben es drauf. Es ist absolut still im Raum, alle hören gebannt zu. Nach zwei Instrumentalstücken beginnt der Chef persönlich mit dem Gesang. Und, hoppala, er hat es auch drauf. Im Laufe des Abends wechseln sich mehrere Interpreten ab, sehr beeindruckend auch eine der weiblichen Sängerinnen und ein 91jähriger, der dann tatsächlich den Herzschmerz seines langen Lebens in die Stimme legt.

Wieder mal falsche Vorstellungen gehabt und wieder mal eines Besseren belehrt worden. Und wahrscheinlich auch genau die richtige Location getroffen. Ach übrigens, eine CD haben wir jetzt auch. ????

4 Kommentare

  1. Hi Ihr Wltenbummler, sitze gerade auf „unserer“ Terasse in Moraira/Spanien und beobachte die Schiife. Da fiel mir ein dass Ihr ja auch auf Großer Fahrt seid! Liebe Grüße hier einmal von einer „ex“ Schägerin 🙂 Steffi aus Freiburg !

    • Hi Steffi, na das ist ja schön von Dir zu hören!!!
      Da hätten wir uns ja fast treffen können, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
      Liebe Grüße
      Beate
      PS: einmal Familie, immer Familie ????

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