Die Insel mit dem Strand

Wir sind jetzt seit knapp einer Woche auf Porto Santo. Wenn wir am Freitag weiterfahren, wird es unser bisher längster Aufenthalt sein. Alles richtig gemacht. Die portugiesische Küste haben wir relativ zügig hinter uns gelassen und hier, wo der Sommer endlich angefangen hat und die Welt anders aussieht, hat die Bummelei angefangen.

Inzwischen haben wir es auch geschafft etwas mehr als Hafen , Strand und Dorf anzugucken. Gestern leisten wir uns mit zwei weiteren Crews eine Jeeptour über die Insel. Prinzipiell gute Entscheidung, der zunächst diskutierte Motorroller hätte auf den meisten Pisten versagt. Auf der Insel gibt es nämlich nur wenige befestigte Straßen, verlässt man die Hauptstraße, wird der Weg schnell zur Schotterpiste mit ordentlich Löchern. Zu sehen gibt es mäßig viel. Es wächst so gut wie nichts auf der trockenen Vulkanerde und es laufen auch bis auf ein paar Eidechsen und Kaninchen keine Tiere herum. Auch Orte gibt es keine mehr. Lediglich ein paar einzelne Häuser, in denen Individualisten hausen, die dann während der Tour extra erwähnt werden. Erstaunlich, wie kreativ man werden kann, wenn es wirklich nichts zu sehen gibt. Da wird eine einsam lebende deutsche Frau, die ohne Kühlschrank in den Bergen lebt zur “Crazy woman with a shotgun” und somit schon mal zur Touristenattraktion.

Wirklich nett ist die kleine Vogelfarm mit Palmengarten, die ein einzelner Mann (auch einer der Individualisten) selbst Stück für Stück im Inselinneren angelegt hat. Eine kleine Oase, sehr idyllisch und kreativ gestaltet. Wenn man davon absieht, dass keiner der dort gehaltenen Vögel wie Papageien und Wellensittiche endemisch sind, ein lohnenswerter Stopp auf unserer Tour.

Landschaftlich stellen wir uns etwa Afganistan ungefähr so vor, wie es hier im Hinterland aussieht. Staubig, bergig, einige Krater und Täler, und das Ganze in graubraun. Trotzdem ist dieses Nichts auch ein bißchen beeindruckend wild. Am Ende unserer Tour landen auf einem Berg mit tollem Ausblick über die ganze Insel.

Gefühlt haben wir nun aber tatsächlich alles gesehen. Am schönsten ist nach wie vor der Strand direkt vor unserer Haustür. Der ist schwer zu toppen. Naturbelassener feiner hellgelber Sand, keine Liegenbatallione, lediglich einzelne verstreute Schirme aus Palmwedeln. Und selbst wenn der Starnd  voll ist, ist er leer. Das Wasser ist türkisfarben, klar und warm. So kann man das aushalten.????

4 Kommentare

  1. Hallo Balous,
    hier auf Porto Santo ist schönerweise immer noch nix los, aber wir vermissen Euch schon!
    Viele liebe Grüsse nach Madeira
    Heiks

    • Wir fühlen uns auch ganz komisch…..es fehlt was. Wenn sich das immer so anfühlt, mag ich Lamgfahrtsegeln glaube ich nicht????. Gut, dass wir uns bald wieder sehen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.