Die Entdeckung der Langsamkeit

Wir sind jetzt seit zwei Tagen auf Porto Santo und schon ziemlich verliebt. Bisher war diese kleine Insel gar nicht so sehr in unserem Bewusstsein, halt auf dem Weg in den Süden liegend und zum Madeiraarchipel gehörend.

Die Marina, seit zwei Wochen unter neuem Betreiber geführt, ist genau unser Ding. Klein, sauber, kuschelig, mit netter Bar für den Cappuchino oder das kühle Bier, mit Waschmaschine (!) und Trockner versehen, die umsonst genutzt werden können und einer charmanten Preisgestaltung. Für eine Nacht zahlen wir 33€, der Monatspreis beträgt 110€.  ???? (Welche Taktik dahinter steckt, hat sich uns noch nicht erschlossen, aber vielleicht haben die ja auch nicht aufgepasst in Mathe.) Man kann auch wegfahren und wiederkommen, wenn man den Monatspreis bezahlt hat wird extra betont, eben ein ganzer Monat.

Geht man vom Steg zur Hafenmauer, fällt der Blick auf unzählige Bilder und Logos, die von den Crews voriger Schiffe vor der Weiterfahrt an die Wand gemalt wurden. Angeblich soll das Glück für die weitere Reise bringen. Sehr interessant für uns, alle in Ruhe zu studieren. Haben wir doch von vielen die Reiseblogs und Bücher gelesen, hier nehmen sie Gestalt an. Wir werden uns wohl auch an dieser Mauer verewigen und vielleicht erinnert sich ja auch irgendwann jemand an uns.

Sehr weit sind wir noch nicht gekommen. Gerade mal den wunderschönen Sandstrand entlang in den einzigen Ort der Insel mit 2700 Einwohnern, ein Spaziergang von 15 min. Im Ort gibt es alles, was der Mensch braucht und  hübsch ist er auch noch. Sehr gefährlich, da muss man aufpassen, dass man nicht festwächst. Morgen ist dann eine Fahrt mit dem Jeep über die Insel geplant. Wir sind schon gespannt.

Um noch ein letztes Mal etwas Salz in die Wunden der bisher Fischlosen zu streuen noch Folgendes:

Gestern Abend gibt es bei uns Sushi satt. Zu der Goldmakrele ( oder Dorade oder Mahi-Mahi oder Dolphinfish, alles das Gleiche, je nach Sprache und Ozean), kaufen wir noch ein halbes Kilo frischen Thunfisch für 3,24€. Unseren haben wir schon lange verdrückt. Wir drehen und rollen, bis der Tisch in die Knie geht und selbst Heiko keine Angst mehr hat, dass er verhungern muss. Die Goldmakrele ist ein Traum ????. Unglaublich zart und lecker und somit zurecht oben auf der Gourmetliste. Den holen wir uns wieder.

@Atanga: Die Delikatessen fängt man außerhalb von Häfen und Festmacherleinen über tiefem und freiem Wasser

Lg von den Fischies und den Balous

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