Schaltplan – Bordstrom Hauptstromkreise

Balou_Schaltplan

Damit Mann auch später noch weiß wie alles verdrahtet ist, dokumentiere ich die Elektroarbeiten im Schaltplan. Leider gab es beim Kauf der Malö keine Dokumentation, auch eine Nachfrage bei der Werft brachte mich nicht weiter, so habe ich alles selbst neu gezeichnet. Die Schaltpläne zeichne ich mit sPlan7.0 welches für ca. 50€ im Internet herunter geladen werden kann.

Nach einem Kabelbrand auf offener See, durch einen falsch abgesicherten Stromkreis und losen Anschlüssen, bin ich doch auf eine sorgfältige Abstufung der Leitungssicherungen bedacht. Daher habe ich, als wir die Malö übernahmen, einige zusätzliche Sicherungsverteiler eingebaut.

Nun zu unseren Hauptstromkreis

Auf Langfahrt ist man mit unterschiedlichen Netzspannungen und Frequenzen konfrontiert, daher habe ich mich für einen Trenntrafo entschieden der Primärseitig auf 110V und 220V umgeschaltet werden kann. Damit ist die Netzspannung an Bord immer 220V. Weiterhin hat der Trenntrafo den Vorteil, dass es keine elektrolytische Korrosion mehr gibt, da das Boot vom Erdpotential im Hafen getrennt ist. Die Ladegeräte verarbeiten beide 50Hz und 60Hz damit sind wir sowohl von der Spannung als auch von der Frequenz unabhängig. Das 24V Ladegerät ist ein Multifunktionales Ladegerät. Es erzeugt auf der einen Seite die richtige Spannung bzw. Strom zum Laden der Batterien, aber produziert auch aus der Batteriespannung eine Netzspannung (230V/50Hz). Damit kann Beate dann auch unterwegs auf offener See den Staubsauger benutzen. (Um bei der korrekten Rollenverteilung zu bleiben…)

Das 12V Ladegerät ist nur ein normales Ladegerät,  dahinter habe ich einen kleinen 600W Wechselrichter, um den Bordrechner zu betreiben und falls das Multiladegerät mal defekt sein sollte, können wir noch die Akkus vom LapTop oder anderen Geräten laden.

Beim Segeln wird der Wassergenerator genutzt, der die 24V Batterie mit den Leistungsverbrauchern dann lädt, bzw wir den Wassermacher bei Fahrt >6kn anwerfen können. Die 12V Batterie wird über die Solarpanel geladen, 2x100Wp an der Reling Bakboard und Steuerbord, sowie 60Wp auf der Luken Garage. Vor Anker können noch die Mobilen Module 2x100Wp auf dem Bimini festgezurrt werden. Da hier dann ein Überschuß an Energie auf der 12V Seite herrscht, kann ich in dem Fall das Batterie-zu- Batterie Ladegerät 12V/24V dazuschalten, welches bei aufgeladener 12V Batterie die 24V Batterien auch auflädt. Ob das dann so ausreicht werden wir sehen, nach Möglichkeit versuche ich ohne Windgenerator auszukommen.

 

 

 

4 Kommentare

  1. Hallo ihr Beiden,

    wir mussten laut lachen als wir heute eure Info bezüglich Schaltplans Elektro erhalten haben. Herwart müht sich seit Wochen mit dem aufzeichnen der Kabelführungen als NICHT Elektriker ab. Heute hat er begonnen seine Aufzeichnungen ins Reine zu bringen.
    Auch wir haben von unserem Bordelektriker der die Gesamte Neuinstallation der Elektrik und Elektronik gemacht hat, keine Aufzeichnungen erhalten und so darf gesucht und gezeichnet werden.

    Gruß aus dem windigen Elounda/Kreta/Greece
    SY Ciganka

    • Tja, die Probleme sind wohl die Gleichen bei älteren Schiffen.

      Gruß aus Braunschweig
      Reiner&Beate

      • Hallo,
        Ich habe gesehen, dass ihr jedes Panel mit einem Votronic Regler versehen habt.
        Wir haben 2 Panele über einen Votronic mpp 240 laufen. Dieses eigentlich gut funktionierende Teil stört allerdings unseren Funkempfang auf den Bändern zwischen 12 und 20MHz ganz erheblich (insbesondere wenn die Batterien voll sind, aber die Sonne noch scheint). Hast du bei deiner KW Anlage noch ein paar entstörende Elemente eingebaut (Entstörfilter, Mantelwellensperre etc.)? Siehst du den auch ein hohes Grundrauschen auf z.B. 14313 (tagsüber, viel Sonne und volle Batterien)?
        Ich hatte S8 Rauschen durchgängig bis ich mal die plus Zuleitung der Panele zum Regler abgenommen habe.

        Gruss und viel Spass
        Joachim

        • Hallo Joachim,
          Vielen Dank für den Tip. Hab ein knattern auf 14313 allerdings nur im Hafen. Hatte schon meine Ladegeräte im Verdacht und alle mit Ferritkerne auf der Gleichstromseite geblockt. Das hatte ich allerdings schon als die Solarregler noch nicht an Bord waren. Auf See ist das weg. Mantelwellensperren sind auch drin. Werde aber die Solarregler auch mal mit Ferritkernen bestücken. Vor der Abreise bin ich von Radiale auf Kapazitive Erde umgestiegen. Durch ein Tip bin ich zu Kupferfarbe gekommen welches die einzige Möglichkeit bei mir war. Da ich nur Fläche in der Backskiste für eine Erde habe und dies nur als Stückelungen konnte ich keine Folie verwenden. Seitdem hab ich ein bei weitem besseren Empfang.
          Viele Grüße aus Norderney
          Reiner

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